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Fast Fashion: Mode als Verbrauchsware

Mit der Wiedereröffnung der Geschäfte nach den mehrwöchigen Ladenschließungen, bedingt durch die Corona-Pandemie, können es die meisten Menschen kaum abwarten, in den Geschäften zu stöbern und ihren Bedarf nach neuer Kleidung zu stillen. Dabei lösen sich die dort zu findenen Trends nahezu wöchentlich ab, sodass die Produktion neuer Klamotten niemals still steht und somit auch die Nachfrage seitens der Konsumenten steigert. Für die Qualität der hergestellten Kleidungsstücke hat dies zur Folge, dass sie oft minderwertig ist, da die schnelle und kostengünstige Produktion im Vordergrund steht. Bekannt ist dieses Phänomen vor Allem unter dem Ausdruck „Fast Fashion, also „schnelle Mode“. Zunächst klingt das Ganze gar nicht so schlimm: Neuste Mode zu einem günstigen Preis. Doch die Ausmaße der verlockenden Angebote sind sowohl für die Umwelt, als auch für den Menschen verheerend.

Die Produktionsstätten befinden sich meist am anderen Ende der Welt, wo die die TextilarbeiterInnen der Fabriken unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten und leben. Neben einem sehr geringen Lohn und langen Arbeitszeiten, setzen sie oftmals ihre Gesundheit aufs Spiel, da bei der Herstellung meist chemische Substanzen verwendet werden, die die ArbeiterInnen auf Dauer krank machen.

Für die Umwelt bedeutet Fast Fashion ein hohes Maß an Verschmutzung. Neben dem extrem hohen CO2-Austoß, der durch die Modeindustrie verursacht wird, werden die Gewässer durch die verwendeten Chemikalien verunreinigt, da diese oftmals in umliegenden Flüssen entsorgt werden. Außerdem entsteht eine große Menge an Müll, da die Kleidung zum einen kurzlebig ist sich das Reparieren oft nicht lohnt und zum anderen Platz für neue Kollektionen geschafft werden muss.

Doch wie könnt Ihr der ganzen Problematik entgegenwirken?

  • Faire Mode

Eine Option ist es, fortan in Geschäften und Online-Shops einzukaufen, die sich auf faire Mode spezialisiert haben. „Fair“ kann hier umfassen, dass die Personen, die für die Herstellung der Kleidung eingesetzt werden fair entlohnt werden und geregelte Arbeitszeiten haben. Der Begriff „Fair“ kann aber auch auf die Umweltfreundlichkeit der einzelnen Produkte hinweisen, also ob sie beispielsweise aus nachhaltigen Stoffen bestehen oder regional hergestellt werden und somit einen kurzen Produktionsweg haben. All diese Kriterien werden geprüft und mit einem Zertifikat besiegelt, welches dem Käufer anzeigt, dass die vom ihm gekaufte Ware unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.

Doch aufgepasst: Es gibt eine große Anzahl von Siegeln, und nicht alle sind seriös. Wenn Ihr euch einen Überblick verschaffen wollt, für was welches Siegel steht und welche Anforderungen die jeweiligen Hersteller erfüllen, klickt hier.

  • Second Hand

Der faire Lohn und die nachhaltige Produktion der Kleidungsstücke hat natürlich zur Folge, dass diese ein wenig teurer und gerade für junge Menschen oftmals nicht erschwinglich sind. Daher bietet das Kaufen von Kleidung aus zweiter Hand die perfekte Alternative und viele Vorteile.

Zunächst werden die Sachen nicht extra produziert und man steigert mit dem Kauf der Kleidung nicht die Nachfrage nach neuer Kleidung. Des Weiteren werden viele Secondhandshops von einer sozialen Organisation geleitet, sodass Ihr mit dem Kauf der Kleidung oftmals gemeinnützige Projekte unterstützen könnt. Der wohl größte Pluspunkt: Ihr könnt eine Menge Geld sparen!

Beachten müsst Ihr lediglich, dass das Finden von guten Kleidungsstücken im Secondhandshop sehr zeitaufwendig sein kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die einzelnen Teile meist nur in einer Größe vorhanden sind.

Falls Ihr keine Lust auf stundenlanges stöbern oder den Oversized-Look habt, gibt es auch hier eine Lösung: Online-Plattformen wie zum Beispiel Kleiderkreisel und Ubup. Dort könnt Ihr spezifisch nach der gewünschten Marke und eurer Größe filtern, sodass für jeden das perfekte Teil dabei sein sollte.

Und jetzt: Viel Spaß beim Stöbern und Shoppen! 🙂


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