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Artikel Berichte & Reportagen

Klimastreik 2019

Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, hat am letzten Freitag der dritte globale Klimastreik stattgefunden. Angeführt und organisiert wurden die Proteste im Rahmen der Fridays-For-Future-Bewegung. 

Weltweit protestierten über vier Millionen Menschen in über 163 Ländern gemeinsam für eine klimabewusstere Politik und Lebensweise, da Klima-AktivistInnen befürchten, dass es ohne einen gravierenden Lebenswandel überhaupt kein zukünftiges Leben mehr geben wird. In der 33. Woche der Fridays-For-Future-Bewegung kamen so viele Menschen wie noch nie zusammen!

Der Klimastreik in Mönchengladbach

In Mönchengladbach allein kamen statt der erwarteten 150 TeilnehmerInnen bis zu 1.400 Menschen, um zusammen auf der Straße für eine bessere Umweltpolitik zu demonstrieren. Die Rheinische Post berichtet, dass sich am Fischerturm in Rheydt MönchengladbacherInnen aller Altersklassen trafen und es in der Stadt “richtig voll und richtig laut” wurde. Außerdem berichtet die RP, dass viele Demonstrierende mit dem Fahrrad gekommen waren, um nach der Demo zum Tagebauaussichtspunkt Garzweiler Nord zu fahren, wo es zusammen mit weiteren Klima-Aktivisten noch eine Mahnwache gab. 

Wieso der 20. September?

Dieses Datum wurde für den globalen Klimastreik ausgewählt, weil am Freitag in Berlin das Klimakabinett der Großen Koalition getagt hat und in New York der UN-Klimagipfel vorbereitet wurde, der vom 21.9. bis zum 23.9. stattfindet.

Forderungen der Klima-AktivistInnen

Weltweit fordern AktivistInnen, dass sich die Politik an die Einhaltung globalen Aktionsplan des Pariser Übereinkommens von 2015 hält (195 Länder hatten gemeinsam entschieden und eingewilligt), der unter anderem die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen soll, um einem lebensbedrohlichen Klimawandel entgegenwirken zu können und eine klimaneutrale Gesellschaft zu ermöglichen. Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass “die globale Erwärmung bereits rund ein Grad erreicht hat” und nun endlich und deutlich unter zwei Grad gestoppt werden soll.

Das Plakat dieser Protestierenden, trifft es humorvoll auf den Punkt:

National wird, laut der FR, im noch laufenden Klimastreik der Protestierenden unter anderem gefordert, dass: 

  • … der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis spätestens 2035 unterm Strich auf Null sinken soll – also 15 Jahre früher, als bisher geplant.
  • … der Kohleausstieg schon bis 2030 vollzogen sein soll und eine 100 %ige erneuerbare Energieversorgung bis 2035 erreicht werden soll.
  • … bis Ende 2019 Deutschland alle staatlichen Subventionen für fossile Energieträger streichen, ein Viertel der Kohlekraft abschalten und eine Steuer auf Treibhausgasemissionen erheben soll.

Und was jetzt?

Der Streik ist vielleicht vorbei, aber die Klima-Bewegung gibt noch lange keine Ruhe. Für die Woche vom 21. bis zum 27. September hat Fridays-For-Future unter dem Hashtag #week4CLIMATE eine Aktionswoche geplant, bei der TeilnehmerInnen durchgängig eine konsequentere Klimapolitik fordern wollen. Das Motto der #week4CLIMATE lautet: „Sieben Tage – sieben Themen – ein Ziel: die Rettung der Erde“. Jeden Tag werden laut FFF sogenannte Fokusdemonstrationen in Deutschland gestaltet, die jeweils einen thematischen Bezug zum jeweiligen Themengebiet haben werden und zu der prominente Gäste eingeladen werden. Mit Aktionen wie Workshops, Filmabenden, Lernspielen oder Podiumsdiskussionen soll aufgezeigt werden, “wie facettenreich und schön die Erde ist und inwieweit sie vom Menschen zerstört wird”.

C wie Clean Oceans (Saubere Ozeane – das Wasser erwärmt sich, wodurch Fische ihren Lebensraum verlieren. Die Ozeane sind das grundlegende Ökosystem unserer Erde, die Grundlage der meisten Nahrungsketten)

L wie Life – Giving Forests (am 22.09. geht es um die Bedeutung der grünen Lungen unserer Erde. Wälder können CO2-Quellen und -Speicher sein)

I wie Ice Landscapes (als Eislandschaften zählen die Arktis, die Antarktis und Gletscher. Sie sind für die Erde und ihre BewohnerInnen von großer Bedeutung, da sie große Mengen an Süßwasser speichern und somit unsere Wasserversorgung sichern)

M wie Marshlands (an diesem Tag wird um Moore und Feuchtgebiete gehen. Moore bieten einen wichtigen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten)

A wie Asymmetry Global North vs. Global South (in anderen Worten ‘globale Klimagerechtigkeit’)

T wie Trustworthiness of Governments (an diesem Tag lautet die Leitfrage, ob Regierungen bzgl. ihrer Versprechen in Bezug zu einer neuen Klima- und Umweltpolitik noch vertrauenswürdig sind)

E wie Earth (das Finale der Streikwoche am Freitag, den 27. September, verknüpft alle vorherigen Themen. Mit besonderen Aktionen soll laut der Webseite der FFF auf den Facettenreichtum und die Schönheit der Erde aufmerksam gemacht werden)

Am 27. September wird in vielen Ländern der Earth Strike stattfinden und auch in Deutschland werden sich viele Menschen und Organisationen diesem Thema anschließen. Laut der Webseite von Fridays-For-Future soll an diesem Tag der internationale Zusammenhalt der Klimabewegung deutlich gemacht werden und aufgezeigt werden, dass die Klimakrise ein globales Problem ist und somit globales Handeln erfordert. 

Unter dem Hashtag #earthstrike findet man bereits über 4.900 Beiträge auf Instagram. Es kann also vermutet werden, dass es wie am vergangenen Freitag wieder zu einem Ereignis kommen wird. 

Mitmachen

Alle Menschen sind ausdrücklich dazu eingeladen und werden aufgerufen beim globalen Earth Strike mitzumachen. Wenn auch Ihr Euren Standpunkt im Klimastreik klarmachen möchtet, findet Ihr auf der Webseite von Fridays-For-Future nähere Informationen bezüglich einer regionalen Ortsgruppe, der Ihr Euch anschließen könnt.

Nach kurzer Recherche auf Instagram, Twitter und Co. werdet Ihr bestimmt auch schnell fündig nach kreativen und lustigen Ideen für Plakate, wie zum Beispiel diese hier von jungen Menschen aus Köln:

Ganz wichtig!

Aufgepasst! Auch wenn uns ALLE gleichermaßen das Klima und die Umwelt betreffen, müsst Ihr  beachten, dass weiterhin die Schulpflicht besteht und Ihr nach dem Schulschluss zu den Protestierenden gehen könnt, um gemeinsam mit anderen Demonstrierenden nach einer klimaneutralen Gesellschaft zu fordern. Bei einem späteren Erscheinen zu den Demos, wird Euer Standpunkt sicherlich nicht leiser oder weniger bedeutsam, also informiert Euch, bastelt an Plakaten und protestiert am Freitag, den 27. September 2019, nach dem Unterricht gemeinsam mit FreundInnen, KlassenkameradInnen, LehrerInnen und der Familie beim Earth Strike.

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