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Artikel Berichte & Reportagen

Social Media meets Girlpower

Social Media Stars gibt es viele. Aber natürlich sind wir für euch immer auf der Suche nach denjenigen, die irgendwie anders sind als die anderen. fluter., das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung, hat zwei Frauen interviewt, die erfolgreich in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und dabei auf ganz unterschiedliche Art die Gesellschaft verändern wollen.

Haifa Beseisso ist nicht nur eine der ersten arabischen Frauen mit einem Youtube-Reise-Kanal, der auch international bekannt ist, sondern war auch eine der ersten und wenigen, die dabei ein Kopftuch tragen. Mit Politik will Haifa nichts zu tun haben, etwas verändern aber schon. Angefangen hat sie beim Fernsehen. Sie strebte eine Karriere vor der Kamera an, doch man wollte, dass sie sich dafür verstellt, ihr Kopftuch abnimmt und nicht darüber spricht, dass sie in Palästina geboren wurde. Aber darauf ging Haifa nicht ein. Stattdessen fing sie an, Reisevideos auf ihrem eigenen Youtube Kanal Fly With Haifa zu veröffentlichen. Und zwar auf Englisch und Arabisch, mit jeweiligen Untertiteln. Haifa will mit Vorurteilen brechen und jungen arabischen Menschen mehr Selbstbewusstsein vermitteln. Laut Forbes ist sie damit gerade für Frauen, die auch ein Kopftuch tragen, zum Vorbild geworden. Für sie selbst sei das Kopftuch wie ein Freund, ihre Verbindung zu Gott überall auf der Welt und außerdem guter Gesprächsstoff auf ihren Reisen. Ihr Traum sei es, durch ihre Reisen und Videos Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen und dabei eher ein “heart guide” als ein “travel guide” zu sein. So oder so versprüht sie mit ihrer positiven Ausstrahlung pure Lebenslust!

Das ganze fluter. – Interview auf mit Haifa findet Ihr hier.

Hannah Müller-Hillebrand studiert Design in Berlin und führt außerdem ziemlich erfolgreich einen Instagram Account sowie einen Blog. Stöbert man etwas weiter, finden sich auf ihrem tumblr-Profil ihre Arbeiten, Zeichnungen und Fotos. Und spätestens dann ahnt man, dass da vielleicht etwas mehr hinter steckt als das typische, mit etwas zu perfekten Bildern gefüllte Profil einer Influencerin. Hannahs Fotoprojekt “Aber was hattest du an?” bestätigt diesen Eindruck. Denn was anfangs wie eine typische Street-Style-Fotoreihe aussieht, ist viel mehr. Hannah hat mit jungen Frauen über ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen gesprochen und sie dann in ihren Outfits fotografiert. Mit diesem Projekt will sie auf die immer noch bestehende Meinung vieler Menschen aufmerksam machen, dass Frauen selbst Schuld an einer Vergewaltigung sind, wenn sie beispielsweise zu aufreizende Kleidung tragen, sich gegen ebendiese wehren und damit für die Selbstbestimmung der Frau stark machen. “Kleidung ist nur Kleidung (…) Sie kann einem Mann nicht sagen, was eine Frau will und was nicht” sagt sie im Interview mit fluter. Hier könnt Ihr Hannahs Fotobuch unterstützen.
Das ganze fluter. – Interview mit Hannah findet Ihr hier.

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